BUND stationiert ein Spezialfahrzeug für den Zivil- und Katastrophenschutz in der Feuerwehr Helfta

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat bereits am 03.09.2020 ein neues Löschfahrzeug für den Zivil- und Katastrophenschutz (LF-KatS) an das Land Sachsen-Anhalt übergeben, welches zukünftig in der Ortsfeuerwehr Helfta stationiert wird.


Das Spezialfahrzeug ist Teil eines Kontingents von über 300 neuen Einsatzfahrzeugen des Bundes, die als ergänzende Ausstattung des Zivil- und Katastrophenschutzes an die Länder gehen.


Mit der Übergabe der Fahrzeuge kommt das BBK seinem gesetzmäßigen Auftrag zur ergänzenden Unterstützung für den Brand- und Katastrophenschutz der Länder nach. Die jetzt vom Bund finanzierten Fahrzeuge wurden, basierend auf den konzeptionellen Festlegungen des Bundes für den Zivilschutz, nach einem gemeinsam mit der Firma Rosenbauer entwickelten Konzept umgesetzt, denn im Zivilschutz- oder Katastrophenfall ist mit veränderten Einsatzbedingungen zu rechnen. So können zum Beispiel Reparaturmöglichkeiten und Ersatzfahrzeuge ausfallen.


Das Spezialfahrzeug basiert auf einem Mercedes Atego 1327 AF und trägt einen Aufbau für die spezielle Brandbekämpfung im Zivilschutzfall. Die Beschaffungskosten liegen bei 223.000 Euro pro Fahrzeug.


Damit setzt das BBK die im Juli 2019 angelaufene Verteilung von über 300 neuen Löschgruppenfahrzeugen als ergänzende Ausstattung des Bundes für den Zivilschutz und den Katastrophenschutz der Länder fort, denn der Schutz der Bevölkerung ist eine der wichtigsten Aufgaben des Staates. Diese Aufgaben nehmen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam wahr. Schließlich steht der Bevölkerungsschutz insgesamt vor großen Herausforderungen, wie etwa dem Klimawandel oder der weltweiten Verbreitung von verschiedensten Gefahrstoffen. Die Einsatztechnik ist für die anstehenden Aufgaben allerdings kein Allheilmittel, aber sie ermöglicht es den Ehren- und Hauptamtlichen im Zivil- und Katastrophenschutz auf unterschiedlichste Lagen bestmöglich zu reagieren und im Dienst für die Allgemeinheit selbst geschützt zu sein.


Mit einem Löschmittelbehälter von 1.000 Litern Inhalt und der Geländefähigkeit eignen sich die Fahrzeuge auch zur Waldbrandbekämpfung. Zur Beladung zählen unter anderem Atemschutzgeräte, 600 Meter B-Schläuche, analoge und digitale Funkgeräte, ein Stromerzeuger sowie eine Tragkraftspritze mit einer Förderleistung von über 1.500 Litern pro Minute.


Der Bund übergibt die speziellen Löschfahrzeuge nach einem abgestimmten Schlüssel an die Bundesländer. Die Innenministerien der Länder bestimmen dann, bei welchen Feuerwehren die Fahrzeuge stationiert werden.


Das Spezialfahrzeug für das Land Sachsen-Anhalt wurde am 03.09.2020 von Vertretern der Ortsfeuerwehr Helfta, bei welcher es zukünftig seinen Dienst verrichten wird, aus dem Bestückungslager des Bundes in Bonn-Dransdorf abgeholt. Mit der direkten Übergabe an die örtlichen Einsatzkräfte verbindet das BBK eine Ersteinweisung in die umfangreiche Ausstattung des Fahrzeuges.


Die Ortsfeuerwehr Helfta selbst wirkt seit dem Jahr 1993, neben der alltäglichen Absicherung des Grundschutzes auf Gemeindeebene, auch im Katastrophenschutz des Landkreises Mansfeld-Südharz, speziell im Fachdienst Brandschutz, mit und verfügt über umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet. Zu zahlreichen Hochwassereinsätzen und Großschadenslagen im Land Sachsen-Anhalt war die Ortsfeuerwehr Helfta in der Vergangenheit stets einsatzbereit und helfend unterwegs. Darüber hinaus stellt sie für den Fachdienst Brandschutz, als Einheit des Katastrophenschutzes des Landkreises Mansfeld-Südharz, seit 1993 ununterbrochen die Führungskräfte.


Die Ortsfeuerwehr Helfta ist im Einsatzfall in der Lage, das Fahrzeug rund um die Uhr in doppelter Mannschaftsstärke und mit den erforderlichen Funktionsträgern (Führungskraft, Maschinist oder Atemschutzgeräteträgern) zu besetzen.


Die Ausbildung des für den Einsatz dieser bundeseigenen Einsatzfahrzeuge und Ausstattung erforderlichen Personals sowie die Unterhaltung zu Zwecken des Zivilschutzes werden ebenfalls vom Bund finanziert.


Das Fahrzeug wurde nach einer 3-monatigen Ausbildungs- und Schulungsphase für alle Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Helfta bereits am 01. Dezember 2020 offiziell in Dienst gestellt.


Freiwillige Feuerwehr Helfta